Hydraulische Getriebelagerung



  

Bei der doppelten Rotorwellenlagerung, wie sie heute im Bereich der Multimegawattanlagen sehr verbreitet eingesetzt wird, sind aufgrund der unbestimmten Lagerung auf das Getriebe wirkende Zwangskräfte nicht vermeidbar.

Diese Zwangskräfte resultieren aus Montagetoleranzen und aus Verformungen des Maschinenträgers und des Antriebsstrangs im Betrieb.

ESM hat dazu ein System entwickelt, das diese Zwangskräfte weitestgehend vermindert und gleichzeitig die im Betrieb auftretenden Nickschwingungen des Triebstrangs direkt im Kraftfluss effektiv bedämpft.



  

Funktionsweise

Bei der hydraulischen Getriebelagerung ist jeweils das auf der einen Seite oben angeordnete Elastomerelement mit dem auf der anderen Seite unten angeordneten Elastomerelement hydraulisch verbunden.

Dazu hat ESM spezielle hydraulisch unterstützte Elastomerelemente entwickelt. Die Hydraulik arbeitet wartungs- und verschleißfrei, da sie direkt in die Elastomerelemente eingearbeitet ist und ohne verschleißanfällige Dichtungen und Kolben auskommt.

Damit wird die Getriebelagerung für die durch die Montage und im Betrieb auftretenden Zwangsbedingungen sehr weich, was zu einer Minimierung der resultierenden Zwangskräfte führt. Gleichzeitig wird aber in Torsionsrichtung die zur Übertragung des Antriebsmoments notwendige höhere Steifigkeit erzielt, die je nach Anlagengröße und Lastbedingungen individuell angepasst und eingestellt werden kann.



Dämpfung von Nickschwingungen

Über das Hydrauliksystem lassen sich Nickschwingungen des Triebstrangs und des Maschinenträgers direkt im Kraftfluss sehr effektiv bedämpfen. Die Auslegung erfolgt dabei so, dass sowohl für die Haupterregungsfrequenz in Nickrichtung (Blattdurchgang mit 3P) als auch für die Nickeigenfrequenz des Triebstrangs möglichst hohe Dämpfungswerte erzielt werden.

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